Nach Nesna wollte ich weiter in den Süden, denn das viele Regenwetter schlägt aufs Gemüt. Mit den Regenbilder habe ich euch in den vorherigen Beiträgen verschont aber ca. 80% der letzten 1.5 Wochen hatte ich Regen. Das ist in einem kleinen Bulli ohne Standheizung mühsam, insbesondere wenn die nassen Klamotten die Feuchtigkeit ins Auto bringen und man sie nicht mehr raus bekommt. Ich habe zum Glück einen kleinen 350W Keramikheizofen dabei, doch wirklich angenehm wird es trotzdem nicht. Gemäss Wetterradar sollte es am Trondheimer Fjord 2 Tage schönes Wetter geben. Da war doch der tolle kleine Campingplatz Hindrum Fjordsenter, auf dem ich anfangs des Roadtrips war und meinen ersten Kabeljau an Land gezogen habe. Ausserdem habe ich damals nicht die empfohlenen Wanderungen dort absolviert. Also gute Gründe nochmal dort hin zu fahren und ich sollte es nicht bereuen. Es fühlte sich fast wie ein bisschen nach Hause kommen an. Der nette alte Besitzer hat sich gleich an Fridolin und mich erinnert und wir konnten sogar den selben Platz wieder haben. Am ersten Abend habe ich die kleine Wanderung an der Küste gemacht. Wirklich schön und auf einmal hörte ich auf dem Meer etwas Luft ausblasen. Dann nochmal. Dann habe ich es kapiert und habe gerade noch den Walrücken beim Abtauchen gesehen. Einfach unglaublich diese grossen Tiere, auch wenn ich wieder nur den Rücken gesehen habe. Und für ein Foto ging es viel zu schnell. Aber manchmal ist es auch besser den Moment einfach zu geniessen. Am nächsten Tag wollte ich die grössere Wanderung mit >600 Höhenmetern machen. Also alles gepackt und los. Das mit der Beschilderung dürfen sie nochmal üben aber als ich dann den Einstieg auf den Berg gefunden hatte war es einfach toll. Sehr unwegsam, abwechslungsreich und anstrengend. Auf ca. 300 Höhenmetern musste ich über ein kurzes Stück „Wiese“. Denkste. Morast und da es tagelang geregnet hatte bin ich gleich mal richtig eingesunken. Leider hatte ich nur meine Trailrunning Schuhe an, ich dachte bei Sonnenschein die idealen Schuhe und atmungsaktiver als meine Wasserfesten Wanderschuhe. Naja, in dem Moment wünschte ich mir meine Wanderschuhe. Einmal voll mit Wasser. Also absitzen, Schuhe aus, Wasser auskippen und Socken auswringen. Aber wirklich trocken war es trotzdem nicht. Damit die restliche Tour ist ungut und so beschloss ich noch bis zum ersten Plateau zu wandern, die Aussicht zu geniessen und mich dann auf den Rückweg zu machen. Das anvisierte Ziel nicht erreicht, wie es manchmal im Leben halt so ist, aber eine traumhaft schöne Tour und ganz ehrlich, trotz Wanderstöcken hat es für meine Kondition gereicht. Das habe ich am letzten Stück bergab gespürt.
Das Angeln war diesmal nicht so erfolgreich. Zwei Kabeljaus, aber nur ca. 35cm, die durften wieder zurück und einen Seestern. Auch der durfte zurück.