Es stand die Entscheidung an ob ich weiter nach Norden fahre, Richtung Narvik oder sogar bis auf Senja, um dann an der Küste entlang wieder in den Süden. So habe ich etwas recherchiert. Die Route über Norden wird flacher, einfacher zu fahren und weitläufiger. Allerdings weniger ikonisch als auf den Lofoten. Tja, mein bisheriger Lieblingsort war Moskenes bei Reine. Also recherchiert was es da noch gibt, was ich noch nicht gesehen habe. Da gibt es noch Einiges, wie ich festgestellt habe und ausserdem ist in 5 KM Entfernung der tolle Bäcker mit den leckeren Zimtschnecken. Somit war die Entscheidung gefallen und es ging zurück nach Moskenes. Und es fühlt sich gut an zurück zu kommen. Es gibt einfach Orte im Leben, die einen magisch anziehen.
Diesmal habe ich Platz 76 bekommen der von der Aussicht noch mehr auf die Lofotenkette geht. Nr. 77 vom letzten Mal ging ein wenig mehr Richtung Hafen. Für mich die beiden Plätze mit der Besten Aussicht auf dem Platz. Also, wenn ihr auf den Camping Moskenes wollt, fragt nach den Plätzen.
Der erste Tag verlief angenehm ruhig. Eine kleine Radtour zum Bäcker, etwas Angeln für das Abendessen. Dabei habe ich entdeckt, dass unmittelbar beim Angelspot die Möwen ihr Nest haben. Ich dachte mir schon sowas, da sie immer etwas aufgeregt wurden. Diesmal habe ich entdeckt warum. 3 junge Möwen trauten sich ein wenig aus dem Nest auf den Fels und liesen sich blicken. Am Abend habe ich mit den Campingnachbarn, die ich schon von Skårungen kannte, etwas zusammen getrunken. By the way: Bin ich froh, bzw. mein Konto, dass ich kaum Bier trinke. Da kostet die 0.5l Dose in Norwegen auch mal 7 CHF. Die Nachbarn hatten aber noch Vorrat aus Deutschland dabei. An dem Abend haben zum ersten Mal die Mücken richtig genervt.
Am nächsten Tag hat es viel geregnet. Als sich um 9 Uhr eine kleine Regenpause angedeutet hat direkt aufs Rad und ab zum Bäcker. Ja, ich bin ein Gewohnheitstier bei manchen Dingen und ich liebe gutes Gebäck. Tja, ganz trocken habe ich es nicht geschafft aber es gab meinen Favorit, Zimtschnecke mit Aprikose und Rosmarin, das hat entschädigt. Danach noch Vorräte im kleinen Supermarkt eingekauft. Bei dem Wetter habe ich ein wenig aufgeräumt, im kleinen Bulli entsteht schnell optisches Choas, und ausgefegt. Danach hatte ich Zeit das Buch „Emil – Der Todesengel“ zuende zu lesen. Ein Buch, das mich in vielerlei Hinsicht überrascht hat. Geschrieben hat es Daniele Mele, ein ehemaliger Mitarbeiter und sehr kreativer Data Scientist, von mir. Daniele war schon immer für eine kreative Überraschung gut aber das hatte ich nicht erwartet. Kurz vor meiner Abreise kam das Buch raus und ich habe es noch schnell gekauft um es mit auf die Reise zu nehmen. Ein Fantasy Roman, der erste aus einer Triologie. Daniele hat auf spannende Weise Mathematik, oder die magische Sprache der Welt, wie er es nennt, mit Fantasy, Magie und etwas Düsterem kombiniert. Eine Kombination die ich so noch nie gefunden habe und spannend finde. Man merkt einfach, Daniele liebt Zahlen und warum dieses Element nicht in einem Roman mit einbinden. Ich will nicht zu viel verraten aber für alle die Fantasy Romane lieben, es lohnt sich. Ich finde es fast schon fies, von Daniele, dass auf den letzten Seiten ein neuer Teil der Geschichte angerissen wird, der im zweiten Band erscheint. Jetzt muss ich warten. Daniele, gib Gas, ich will wissen wie es mit Emil weitergeht nachdem … (Das müsst ihr selber lesen).
Heute ist Gewitter angesagt. Also waschen, Blog schreiben und für die Weiterreise recherchieren.